Donnerstag, 6. Oktober 2016

Auch beeinträchtigte Menschen haben Träume!

Hallo Freunde!

Ich hab dieses Blogthema gewählt, weil ich vor zwei Tag einen Bericht über ein junges Paar, beide haben das Down-Syndrom aus Amerika gesehen in dem die beiden von ihrem Traum einer Hochzeit und einer eigenen Familie erzählt haben was ich unglaublich toll fand. In dem Bericht ging es, aber auch darum, dass ihre Eltern gegen eine eigene Familie der beiden sind, weil sie nicht glauben, dass beide es schaffen können Eltern zu sein.

hier ist der Link zur ganzen Geschichte:
http://rtlnext.rtl.de/cms/paar-mit-down-syndrom-will-heiraten-und-familie-gruenden-doch-die-eigenen-eltern-glauben-nicht-daran-4016229.html

Diese Geschichte hat mich dazu bewegt mit euch über dieses Thema zu reden und euch einen Teil meiner Träume und Wünsche mitzuteilen und euch klarer zu machen, dass auch Menschen mit Beeinträchtigung Träume und Wünsche genauso wie nicht Beeinträchtigte auch, es sind zum Teil die selben oder auch andere.

Klar ist es mit Beeinträchtigung schwerer sich solche Wüsche und Träume zu erfüllen, aber ich hab selbst erlebt, dass es möglich ist!

Einer meiner größten Träume die ich hatte war eine Reise nach Israel. Ich wollte immer schon einmal das Land sehen in dem Jesus gewirkt hat und die Orte sehen an denen er auch war. Ich wusste, dass dieser Traum nur schwer zu erfüllen ist, vor allem wegen meinem Rollstuhl und weil ich auch jemanden brauche der mich begleitet. Es war ein Herzenswunsch von mir, der im Dezember 2009 zum ersten mal in Erfüllung ging durch KISI die eine Reise organisiert hatten, aber auch durch meine Mama Regina. Es war eine unglaubliche Reise mit vielen unglaublichen Erlebnissen zusammen mit KISI, Mama und auch meiner Schwester Elisabeth. Nach dieser Reise war mir klar dieses Land ist sehr besonders, aber das ganze Ausmaß dieser Besonderheit habe ich erst bei der zweiten Reise mit meiner Oma im Dezember 2014 erlebt. Davor hatte ich das erste mal richtig Kontakt zu Menschen aus Israel und das hat meine Vorfreude gesteigert. Die zweite Reise an sich war anstrengend, wunderschön, aber auch tiefgründig. Die Früchte dieser Reise sind viele neue Freundschaften vor allem für meine Oma und für mich eine neue ´"Liebe" für dieses Land.

Ein Wunsch den ich auch schon seit langem hatte, war ein Tattoo. Ich weiß eigentlich nicht mehr warum dieser Wunsch in mir aufkam. Diesem Wunsch hab ich mir dann nach meinem 18. Geburtstag erfüllt. Natürlich gab es viele Freunde und auch ein Teil meiner Familie die dagegen waren, aber ich habe mich nicht aufhalten lassen. Mein aller erstes Tattoo war ein Davidsstern mit einem Kreuz in der Mitte und oben ein hebräischer Schriftzug der "Jesus der Erhöhte" bedeutet, das zweite war das Band Logo meiner absoluten Lieblingsband Solarjet, ein Kreis in einem Dreieck, dann kam ein für mich sehr besonderes Tattoo ein Löwe mit grünen Augen. Dieses Tattoo war eigentlich ein Vorschlag meiner Mama, was für mich aus dem Grund besonders ist, weil sie dem Löwen erst seine "wahre Bedeutung" gegeben hat. Die momentan letzten beiden Tattoos sind gemeinsam entstanden, eine Schriftrolle mit Feder und den drei Worten Mut, Hoffnung, Liebe und unter dem Solarjetlogo noch das Datum 29.11.2014, das war das Datum des zweiten Live Konzertes der Band.

Ein weiter Wunsch von mir war seit 2012 die Teilnahme am Weltjugendtag. Dieser Wunsch ist im Sommer 2012 bei einer KISI Trainingswoche in Kärnten entstanden, als eine kleinere KISI Gruppe aus Madrid wieder kam und ich zum ersten mal von dieser "Veranstaltung" gehört habe. Vier Jahre später 2016, war es dann für mich so weit. In einer im nachhinein sehr verrückten Kurzschluss Reaktion habe ich mich einfach angemeldet und den Frühbucherpreis von 370 Euro bezahlt OHNE das sicher war dass ich überhaupt mitkommen kann. Ich habe es dann auch wirklich nach langem warten, hoffen und auch telefonieren geschafft und bin dann mit 55 anderen KISI nach Polen zum Weltjugendtag 2016 gefahren und habe dort viele verrückte Dinge erlebt und was für mich noch unglaublicher war: ich habe meinen 20. Geburtstag mit 1,8 Millionen Menschen und dem Papst gefeiert einfach Wahnsinn!

Das sind nur drei Dinge die in meinem Leben durch Wünsche und Träume wahr geworden sind. Es gibt natürlich auch Dinge die nicht in Erfüllung gegangen sind.

Was ich durch diesen Blog zeigen will ist, dass alles möglich ist wenn man Menschen hat die an dich glauben und du auch selbst bereit bist für die Träume und Wünsche zu kämpfen!

Bis Bald und danke fürs lesen
Eure Barbara