Mittwoch, 28. September 2016

bevorzugt oder benachteiligt?!

Hallo Freunde!

In diesem Blog möchte ich auf die Fragen meiner besten Freundin Hannah eingehen. Sie hat mich auf Facebook angeschrieben und wollte folgendes wissen: Hast du manchmal das Gefühl, dass (fremde) Menschen dich wegen deiner Behinderung bevorzugen/benachteiligen? Was war dein lustigstes Erlebnis mit dem Rolli ?

Ich beantworte die Fragen so:
Es gibt zwei Arten von Bevorzugung für mich, die erste ist die "´gewollte" zum Beispiel im Stadtbus bezahlen Beeinträchtigte Menschen weniger für den Bus.
Bei der ÖBB ist es so dass man als Rollstuhlfahrer die hälfte vom normal Preis, fährt in der 1. Klasse und wenn man eine Begleitperson mit hat bezahlt die Begleitperson nichts.
Im Kino bezahlt man auch weniger, als normal.
Konzerttickets sind meistens um die hälfte billiger und die Begleitperson zahlt nichts oder den vollen Preis.
Es gibt aber auch Bevorzugung die meiner Meinung nach "nett gemeinte" beziehungsweise eine indirekte Art von Mitleid oder wie ich lieber sage ein Segen sind.
Essen geschenkt bekommen obwohl man es bezahlen will.
Busfahrer die dich gratis mitnehmen
Menschen die dir auf einmal Geld zustecken wo du dich einfach nur freust.

Leider gibt es Dinge wo man als Beeinträchtigter benachteiligt wird:
Mach Veranstaltungen sind mit Rollstuhl schwer möglich zum Beispiel die Burg Clam.
Im Kino die aller erste Reihe für Rollstuhlfahrer.
Discos die nicht Barrierefrei sind.
Menschen die Aussagen oder Fragen stellen die ich in meinem letzten Blog beschrieben habe.
es gibt noch mehr eigentlich, worüber man erzählen kann aber ich denke momentan genügt es.

Zum Schluss möchte ich euch von einem lustigen Erlebnis mit einer anderen besten Freundin Michelle erzählen, dazu muss man wissen das Michelle aus Klagenfurt kommt.
Ich war vor einem Jahr ungefähr in Klagenfurt um mir ein Konzert von Samuel Harfst einem christlichen Musiker im Stero anzuschauen, ohne Michelle.
Am Ende des tollen Konzertes kam Michelle auch noch und wir hatten noch eine tolle Begegnung mit Samuel Harfst.
Nach dem Konzert bekamen wir beide Hunger, es war aber schon ca. 23:30 Uhr. Was machen zwei junge und hungrige Mädchen in Klagenfurt um 23:30 Uhr nach einem unglaublichen Konzert?
Naja, sie laufen durch Klagenfurt um einen Mcdonalds zu finden.

Ich muss heute noch grinsen wenn ich daran denke, weil es ein so verrücktes aber auch einzigartiges Erlebnis war.

Ich möchte diesen Blog mit einer Songzeile von Christina Stürmer beenden.
Träum weiter auch wenn Sie sagen, dass du spinnst, denn wenn du es träumen kannst dann schaffst du es auch!

In diesem Sinne Gottes Segen und hoffentlich bis bald
eure Barbara

Montag, 26. September 2016

Fragen und Aussagen, aber auch Antworten

Hallo Freunde!

Zuerst will ich mich bei euch bedanken, mein erster Blog ist bei euch unglaublich gut angekommen. Ein großes DANKE an euch für die Meinungen auf Facebook, ich habe mich sehr gefreut über jede.

Heute möchte ich euch von etwas erzählen, was ich sehr oft im Alltag erlebe sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen: Ich nenne es "Standard Fragen" und "Standard Aussagen".

Warum bist du im Rollstuhl, hattest du einen Unfall oder von Geburt an?
Meine Antwort: Ich habe es von Geburt an und ich bin dankbar dafür, weil ich ohne meine Behinderung gewisse Dinge einfach nicht erlebt hätte die ich erleben durfte.

 Bist du gelähmt?
Meine Antwort: Nein, ich kann nur nicht so gut gehen!

Du arme!
Meine Meinung: Diese Aussage regt mich auf, weil ich nicht arm bin. Ich hab vielleicht keine Millionen auf dem Bankkonto, aber ich bin trotzdem reich. Ich darf leben, habe eine tolle Familie, viele Freunde die mich annehmen wie ich bin, eine tolle Arbeit und ein Dach über dem Kopf.

Du tust dir ja schwer!
Meine Meinung: Es stimmt, dass ich mir manchmal schwer tue(was auch an meinem Gewicht liegt). Aber es gibt Situationen in denen ich es auch alleine schaffen möchte. Ich weiß, die Hilfsbereitschaft der Menschen trotzdem sehr zu schätzen!

Hattest du schon einen Freund(Beziehung)?
Meine Antwort: Ich hatte schon ein paar Beziehungen und ich bin froh darüber, auch wenn sie meistens an meiner sehr konnotativen Einstellung zu Sex gescheitert sind. Aber ich bereue nichts!

Kannst du auch Sex haben?
Meine Antwort: Klar kann ich auch Sex haben, wenn der richtige Partner da ist wie alle anderen auch. Meine Hoffnung ist allerdings es erst in der Hochzeitsnacht dass aller erste mal zu erleben.

Die Dinge erlebe ich oft im Alltag!
Ich hoffe der Blog gefällt euch, ich freu mich über eure Meinungen und vielleicht fallen euch noch mehr Fragen ein.

Gottes Segen und bis bald Barbara

Sonntag, 25. September 2016

Ich möchte mich Vorstellen


Hallo!
Mein Name ist Barbara, geboren bin ich am 30.07.1996 in Klagenfurt in
der 23. Schwangerschaftswoche mit 560 Gramm. Viel zu früh!
Aus diesem Grund und auch durch einen Sauerstoffmangel habe ich eine körperliche Beeinträchtigung die man unter Fachärzten auch " Infantile Zerebralparese mit spastischer beinbetonter Teraspastik" nennt, dazu kommt noch eine "Skoliose". Um es mit einfachen Worten zu sagen: eine Muskelverkürzung in den Beinen, eine nicht ganz so gute Feinmotorik und eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Seit ca. 14. Jahren habe ich einen Rollstuhl kann aber auch mit Stöcken gehen.

Der Grund für diesen Blog ist, dass ich zeigen möchte dass Menschen mit Beeinträchtigung auch ein "normales" Leben haben, auf Konzerte oder Partys gehen aber sich auch mit Dingen wie Freundschaft, Identität oder auch Liebe beschäftigen.

Wobei ich sagen muss, dass ich in einem Punkt vielleicht noch spezieller bin, dass ist meine zum Teil sehr ausgeprägte Religiosität. Ich finde es nicht schlimm gläubig zu sein, aber was ich immer wieder zum Teil sehr schmerzlich feststellen muss oder darf ist, dass meine Religiosität mich in machen Bereichen(die ich vielleicht auch in diesem Blog erzählen werde) "einschränkt" auf der einen, mich aber auch "frei" auf der anderen Seite macht.

Ich freu mich über deine Meinungen und Rückmeldungen.

Gottes Segen und bis bald :)

Barbara